1. Hockeydamen gewinnen Heimspiel 3:0, Herren mit spektakulärem Finish

Die Blau-Weiss-Damen gewinnen ihr erstes Bundesliga-Heimspiel nach der Coronapause klar mit 3:0-Toren gegen Klipper Hamburg, verschaffen sich damit Luft nach unten und schließen zu den Aufstiegsrundenplätzen auf. Die Herren warten dagegen weiter auf den ersten Sieg nach dem Restart: Beim DHC Hannover lag man zehn Minuten vor Schluss noch 1:5 hinten, schaffte am Ende aber noch spektakulär mit der Schlussecke den 5:5-Ausgleich.

Beide Teams haben am kommenden Wochenende spielfrei. Danach stehen am 26./27.09.2020 zwei Heimspiele für die Herren gegen den Gladbacher HTC (Samstag, 26.09.2020 | 14:00 Uhr) und SW Neuss (Sonntag, 27.09.2020 | 14:00 Uhr) an. Für die Damen geht es zum Crefelder HTC und Tabellenführer Club Raffelberg.

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2. Bundesliga Nord Damen – BW Köln vs. Klipper Hamburg 3:0

Kämpfen wie die Irren – das hatte Kölns Trainer Ulf Anders seinen Spielerinnen mit auf den Weg gegeben. Und diese hielten sich im Heimspiel gegen Klipper Hamburg daran. Aber nicht nur deswegen ist Anders’ Matchplan beim 3:0 der Blau-Weißen aufgegangen. Die Absicht, den Gegner (verspätet nach langer Anreise angekommen; mit Kölner Einverständnis wurde später angefangen) früh unter Druck zu setzen und möglichst bald in Führung zu gehen, wurde von Kölns Team exakt umgesetzt. „Wir haben losgelegt wie die Feuerwehr“, sah Ulf Anders nicht nur das 1:0 durch Charlotte Schröders Eckenkombi-Tor, sondern noch weitere drei hochkarätige Chancen. Nachdem Klipper den ersten Andrang der Gastgeberinnen einigermaßen verdaut hatte, kam auch das Hamburger Team besser in die Partie. Bei einem Schuss aufs leere Tor war der Winkel wohl schon zu spitz geworden, sonst hätte es 1:1 gestanden. Solche Hamburger Großchancen ließ Köln im weiteren Spielverlauf kaum noch zu. Das gefällige Mittelfeldspiel von Klipper brachte zwar einige Szenen im Kölner Kreis, aber keine gefährlichen Torabschlüsse. Die Vorentscheidung fiel acht Minuten vor Schluss durch Lynn Werkers 2:0. Klipper nahm dann sofort die Torfrau heraus und hatte nach einer Zeitstrafe gegen Blau-Weiß für kurze Zeit sogar doppelte Feldspieler-Überzahl, aber auch das half nichts. Im Gegenteil. Auf der anderen Seite überlief die pfeilschnelle Ariane Baumann alles, was ihr in den Weg kam, und schoss zum 3:0 ins leere Gästetor.

2. Bundesliga Nord Herren – DHC Hannover vs. BW Köln 5:5

Nach torloser erster Halbzeit gab es zwischen Hannover und Köln in den zweiten 30 Minuten noch ein Feuerwerk mit zehn Treffern. Dass die Laune bei den Gästen nach dem 5:5-Endstand deutlich besser war als beim DHC, wird anhand des Spielverlaufs klar. Denn Hannover führte schon 3:0 und danach sogar 5:1, ehe den Westdeutschen noch eine nicht mehr für möglich gehaltene Aufholjagd zum Unentschieden gelang. „Vor dem Spiel wäre ich mit einem Unentschieden gegen diesen Aufstiegskandidaten absolut zufrieden gewesen. Jetzt ist es erst einmal ärgerlich, dass wir zum Ende hin komplett unsere Sicherheit verloren hatten und einfach nicht mehr stabil genug waren, um den Vorsprung ins Ziel zu bringen“, sagte DHC-Trainer Mike Wiebe nach dem Schlusspfiff. Innerhalb von fünf Minuten waren seiner Mannschaft nach der Halbzeitpause drei Tore gelungen. Auch der Kölner Anschlusstreffer konnte die furios anstürmenden Niedersachsen erst einmal nicht bremsen. Bis zum 5:1 zog Hannover zum Ende des dritten Viertels weg. „Unsere ersten drei Viertel heute waren sehr stark. Da ist Blau-Weiß kaum einmal etwas eingefallen“, so Wiebe. Wie es dann noch zu vier Gegentoren in den letzten zehn Minuten kommen konnte, musste den DHC-Coach zweifellos ärgern, zumal das Kölner 3:5 sogar in Unterzahl der Gäste fiel. Am meisten trauerte Wiebe der knapp vergebenen Eckenchance beim Stand von 5:2 nach. „Wenn wir da das 6:2 machen, dann sind wir durch.“

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