9-Punkte-Wochenende und es war noch mehr drin…

Beide Bundesligateams hatten ein Doppelwochenende zu absolvieren: Die 1. Damen durften dabei zweimal als Gastgeber aufspielen. Am Samstag gab es gegen den Crefelder HTC trotz Rückstand nach nur 25 Sekunden einen verdienten 2:1-Erfolg. Frustration dann am Sonntag: Gegen keinen geringeren als den ungeschlagenen Tabellenführer Club Raffelberg erspielte man zahlreiche Torchancen und spielte stark auf. Der Ball wollte aber nicht ins Tor oder die Situationen wurden fahrlässig vergeben. Am Ende reichte den erleichterten Gegnerinnen ein Tor aus der 19. Spielminute zum Sieg und zur Verteidigung des Aufstiegsplatzes.

Die 1. Herren ließen sich am Samstag gegen den Düsseldorfer HC noch weniger Zeit für den Rückstand: Bereits nach 19 Sekunden rappelte es das erste Mal im Tor. Nachdem auch das 0:2 fiel, kamen die BWK-Herren immer besser in die Partie und drehten sie am Ende sogar noch und gewannen bei den noch verlustpunktfreien Landeshauptstädtern verdient mit 3:2. Im abschließenden Derby gegen SW Köln verlief die Partie lange Zeit klar für die Sülzer und man führte mit 2:0, der Anschlusstreffer kurz vor Schluss, sowie eine Kurze Ecke Sekunden vor Schluss hätte das Team von Spielertrainer Jan-Marco Montag am Ende fast noch um die Punkte gebracht. Am Ende konnte neben dem Derbysieg aber der Sprung auf Platz 3 in der Tabelle gefeiert werden.

Berichte hockey.de…

Damen – 2. Bundesliga Nord | BW Köln – Crefelder HTC 2:1 (1:1)
Auch ohne Tore von Jil Werker kann Köln gewinnen. Die am vergangenen Wochenende fünffach erfolgreiche Blau-Weiß-Schützin traf im Heimspiel gegen Krefeld nicht, trotzdem reichte es gegen den Crefelder HTC zu einem 2:1. Den Spielanfang verpennte die Heimmannschaft klassisch – 0:1 noch in der ersten Minute durch Helene Stöckmann. Der blitzschnelle Rückstand sorgte dann aber für einen Hallo-Wach-Effekt bei Köln, das rasch die Spielkontrolle übernahm. Folgerichtig gelang dann zu Beginn des zweiten Viertels Denise Werner-Schwittey der Ausgleich. Mit dem 1:1 ging es in die Pause. „Danach wurde es ein bisschen wild“, beschrieb BW-Trainer Ulf Anders den Verlauf des zweiten Durchgangs. In Unterzahl holte Köln die Ecke heraus, die Katrin Bremer kurz vor Ende des dritten Viertels zum 2:1 verwandelte. Um den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen, musste sich Köln mächtig strecken, denn die Gäste (ohne die angeschlagene Pia Alex angetreten) wollten zumindest einen Punkt mitnehmen. Doch die Blau-Weiß-Abwehr um den starken TW-Rückhalt Swantje Adams ließ keinen zweiten Gegentreffer zu. „Aufgrund der ersten Halbzeit war es ein verdienter Erfolg für uns“, so das Fazit von Ulf Anders.

Damen – 2. Bundesliga Nord | BW Köln – Club Raffelberg 0:1 (0:1)
Köln Trainer Ulf Anders ging es nicht anders als am Vortag seinem Bonner Kollegen Jan Henseler. Man hatte gegen den Club Raffelberg knapp verloren und wusste gar nicht, warum man dieses Heimspiel verlieren konnte. „Wir hatten den Gegner meist im Griff, setzen uns oft bei denen in der Hälfte fest und erspielen uns einen Chancenwucher“, beschreibt Anders die Überlegenheit seiner Mannschaft, die im Abschluss aber an sich selbst scheiterte und auch zu unclever im gegnerischen Kreis agierte, wie die Nullausbeute bei gezogenen Strafecken aussagt. Der Tabellenführer nutzte nach 19 Minuten eine seiner wenigen gefährlichen Offensivsituationen zum Siegtor. Über die Grundlinie war der Ball vor den Kölner Kasten gekommen, wo ihn Suzan Steinhoff über die Linie drückte. Fortan drängte Köln auf den Ausgleich, der aber einfach nicht fallen wollte. Bei Schlusspfiff fiel das Durchatmen auf Seite des Siegers tief aus. „Susi hat Verständnis dafür gezeigt, dass mir das Ergebnis sehr weh tut. Wir trauern einfach einem vergebenen Sieg nach“, sagte Ulf Anders zur Reaktion seiner Duisburger Trainerkollegin Susi Wollschläger.

Herren – 2. Bundesliga Nord | Düsseldorfer HC – BW Köln 2:3 (2:1)
Jetzt hat es auch den Düsseldorfer HC erwischt. Nach fünf Siegen musste sich der Nord-Tabellenführer erstmals in dieser Saison geschlagen geben. Mit 2:3 wurde das Heimspiel gegen Blau-Weiß Köln verloren. „Heute haben wir die Quittung für alle kleinen Schwächephasen bekommen, die wir in allen Spielen bislang hatten“, sagte DHC-Trainer Sebastian Folkers. Dabei hätte das Spiel gegen den Vizemeister der vorigen Saison nicht besser beginnen können. Nach 30 Sekunden schoss Felix Dames das 1:0, nach acht Minuten ließ Julius Hayner das 2:0 folgen. „Das war überragend“, war auch Folkers begeistert. Doch als in der Folge ein Gang und damit viel Tempo aus dem Spiel genommen wurde, bröckelte die Düsseldorfer Herrlichkeit schnell. Juri Hägele verkürzte zu Beginn des zweiten Viertels für die Gäste. „Danach haben wir drei Großchancen zum 3:1, aber machen das nicht“, ärgerte sich Sebastian Folkers. Dass mit den verletzten Christian von Ehren und Eric Knobling zwei wichtige Düsseldorfer Stürmer verletzt fehlten und damit auch Qualität, wollte der DHC-Coach nur bedingt als Ausrede gelten lassen. Köln kämpfte sich immer weiter in die Partie und drehte Mitte der zweiten Halbzeit das Spiel komplett zu seinen Gunsten um. Max Lehrke per Ecke und Jonas Kreutzberg schossen das 3:2 für die Gäste heraus, das sie auch über die Ziellinie retteten. Eine Woche nach dem herben 3:5 bei Aufsteiger Mareinburg war es für Blau-Weiß ein gutes Comeback.

Herren – 2. Bundesliga Nord | BW Köln – SW Köln 2:1 (2:0)
Gestärkt von den Vortagserfolgen in Düsseldorf (3:2 Blau-Weiß) und Marienburg (3:1 Schwarz-Weiß) gingen die beiden Kölner Teams ins Derby. Bei mäßigem Wetter gaben die Hausherren überwiegend den Ton an. „Wir haben über weite Strecken das Spiel im Griff gehabt“, war Blau-Weiß-Spielertrainer Jan-Marco Montag mit der Darbietung seiner Mannschaft lange Zeit zufrieden. Die von ihm selbst (17.) und Sebastian Behr (23.) jeweils mit Ecken erzielte 2:0-Führung bezeichnete er als verdient. Allerdings habe Blau-Weiß „im letzten Viertel ein wenig das Spielen eingestellt“, wie Montag das Nachlassen seiner Mannschaft beschrieb. Denn „nur dadurch“ sei Schwarz-Weiß noch einmal ins Spiel zurückgekommen. Und nach dem Anschlusstreffer von Ulf Bach fünf Minuten vor Ende wurde es noch einmal richtig eng. Tatsächlich bekamen die Gäste in der Schlussminute noch eine Ecke, die Blau-Weiß aber abwehren konnte. „Ein 2:2 wäre natürlich Mist gewesen. Wir hätten es nicht so spannend werden lassen dürfen“, sprach Jan-Marco Montag vom berühmten blauen Auge, mit dem man davon gekommen war. „Dieses Wochenende war wichtig für uns, um vorne dran zu bleiben“, lautete das Fazit des Routiniers.

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