Perfektes Hockeywochenende

Unsere Hockeymannschaften konnten am Wochenende alle ihre Spiele gewinnen und somit ein perfektes Wochenende hinlegen.

Den Beginn machten am Samstag die 1. Damen im Bundesligaduell gegen die TG Heimfeld. Aufgrund der kurzfristigen Anordnungen der Stadt Köln im Zuge der Einstufung als Corona-Risikogebiet hatten die Verantwortlichen vorsichtshalber auf Zuschauer verzichtet. Die Mannschaft schaffte aber trotz der ungewohnten Bedingungen mit großem Kampf einen 2:0-Heimerfolg gegen die Hamburgerinnen und halten damit Anschluss an die Aufstiegsrunde.

Die Bundesliga-Herren reisten am Sonntag als Zweiter zum Tabellendritten DSD Düsseldorf. Nach 0:2-Halbzeitrückstand drehten die Blau-Weissen nach dem Seitenwechsel mächtig auf und führten schnell mit 2:4. Doch die Gastgeber ließen nicht locker – 4:4, 4:5, 5:5… Spielertrainer Jan-Marco Montag setzte alles auf eine Karte um an Tabellenführer DHC dran zu bleiben und wurde durch das 5:6 in der Schlussminute belohnt.

Erfolge meldeten auch die anderen Mannschaften: In der Oberliga gewannen die 2. Damen mit 2:1 bei SW Neuss und haben nun ein bisschen Luft nach unten, müssen aber in die Abstiegsrunde. Die 2. Herren gewinnen als Tabellenführer der 1. Verbandsliga auch gegen den Aachener HC II mit 7:1. Es steht noch ein Nachholspiel gegen SW Köln III an: Die Aufstiegsrunde ist bereits erreicht, der Vorsprung auf den Zweiten könnte aber auf zehn Punkte ausgebaut werden.

Ebenfalls erfolgreich die 3. Damen: Am Freitagabend gewann die Mannschaft von Trainer Björn Bellersheim klar mit 3:0 bei SW Köln II und qualifizierte sich als Dritter ebenfalls für die Aufstiegsrunde der 1. Verbandsliga. Am Sonntag reichte es noch zu einen abschließenden 2:1-Sieg gegen die SG Erftstadt.

Die Partie der 3. Herren gegen den Marienburger SC III wurde abgesagt, da der MSC einige positive Corona-Fälle hat. Auch das Team hat bereits die Aufstiegsrunde der 2. Verbandsliga erreicht.

Spielberichte hockey.de…

2. Bundesliga Nord Damen – BW Köln vs. TG Heimfeld 2:0

Stunden vor Beginn des Zweitligaspiels im Beethovenpark war die Millionenstadt Köln zum Corona-Hotspot erklärt worden. Die damit in Kraft getretenen Folgen trafen auch das Zweitligaspiel zwischen Blau-Weiß Köln und TG Heimfeld. Zuschauer waren komplett ausgeschlossen, und noch einschneidender: Nur noch 30 Personen durften sich aktiv am Spiel beteiligen. Die Trainer Ulf Anders (BWK) und Dennis Sievert (TGH) mussten eine Feldspielerin und eine zweite Torhüterin aus ihren Tageskadern streichen. Das Spiel selber begann mit je einer Großchance auf jeder Seite schwungvoll, um danach erst einmal abzuflachen. Auch der Führungstreffer von Janice Thoma, die damit zum dritten Mal in drei Spielen traf, verlieh Köln kaum Sicherheit. Im Gegenteil. Durch den Rückstand wurden die Hamburger Gäste quasi aufgerufen, das Spielgeschehen an sich zu reißen. Das tat Heimfeld dann auch konsequent. „Die hatten viele Kreisszenen, zum Glück für uns aber kaum einmal große Chancen“, sah Ulf Anders seine Abwehr zwar gefordert, aber nicht schwimmen. Trotzdem wackelte die Führung bedenklich. Erst in der vorletzten Minute glückte Köln noch ein Konter mit dem 2:0 durch Ariane Baumann, zu dem Lynn Werker trotz eines später diagnostizierten Daumenbruchs die Vorarbeit geleistet hatte. Ulf Anders sprach hinterher von einem „dreckigen Sieg“ angesichts der deutlichen Heimfelder Überlegenheit über weite Teile des Spiels. Der Erfolg bringt Blau-Weiß wieder näher ans Ziel Aufstiegsrunde heran.

2. Bundesliga Nord Herren – DSD Düsseldorf vs. BW Köln 5:6

„Das war zeitweise wie im wilden Westen“, sagte DSD-Trainer Tobias Bergmann im Anschluss an das spektakuläre 5:6 zwischen seiner Mannschaft und Blau-Weiß Köln. Bergmann spielte auf die von beiden Seiten auffallend geprägte offensive Einstellung an, die die außergewöhnlich hohe Trefferzahl begünstigte. Schon in der ersten Halbzeit, als Düsseldorf durch zwei späte Tore 2:0 in Führung ging, hielt Bergmann mehr Treffer auf beiden Seiten für möglich. Diese schienen sich die Gäste für die zweite Hälfte aufgehoben zu haben. Bis zum Ende des dritten Viertels hatte Blau-Weiß den Spielstand zum 2:3 gedreht. Unmittelbar vor dem 4:2 der Gäste ließ der DSD eine Großchance liegen. Doch besiegt waren die jungen Gastgeber trotz des Zwei-Tore-.Rückstands noch lange nicht. Man kämpfte sich mit zwei Eckentoren auf 4:4 heran. Köln nahm daraufhin den Torhüter vom Platz, schließlich half Blau-Weiß im Fernduell mit Tabellenführer DHC nur ein Sieg weiter. Als der DSD dann einen Spieler mit grüner Karte kurzfristig verlor, nutzten die cleveren Gäste die doppelte Feldspielerüberzahl zum 4:5. Und selbst auf das Düsseldorfer 5:5 hatte Blau-Weiß noch eine letzte Antwort mit dem Siegtor. „Das Spiel hätte absolut in jede Richtung kippen können“, sah Tobias Bergmann seine junge Truppe mit den routinierteren Gästen auf Augenhöhe, aber nach der Niederlage geht es für den DSD wohl nur noch darum, den Platz in der Aufstiegsrunde zu sichern. Köln dagegen darf sich für das anstehende Duell mit dem Düsseldorfer HC gerüstet sehen.

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